Herzlich Willkommen zum Ingolstädter Herzogsfest !

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Historienfreunde und Besucher des Ingolstädter Herzogsfests,

die prächtige Zeit der Ingolstädter Herzogsresidenz wurde vor kurzem wieder lebendig. Am Festwochenende vom 6. bis 8. Juli feierten über 20.000 Gäste das Ingolstädter Herzogsfest und ließen sich in die geschichtsträchtige Epoche der Bayerischen Landesteilung und in die Zeit des ausgehenden Mittelalters entführen.

Rund um das neue Schloss stellten die Ingolstädter Stadtwache, zahlreiche Lagergruppen sowie Teilnehmer aus dem In- und Ausland das Lagerleben dieser Zeit authentisch dar. Die Gewandungen und Rüstungen taten ihr Übriges, um eindrucksvoll einen Einblick in diese Epoche zu bekommen. Ihren Anteil daran hatte auch die Rittergruppe aus unserer polnischen Partnerstadt Opole, die erneut am Herzogsfest vertreten war.

Außerdem freuten wir uns, im Jahr des zehnjährigen Bestehens der Städtepartnerschaft, erstmals eine Reitergruppe aus dem ungarischen Györ begrüßen zu dürfen. Gemeinsam mit Gruppen aus Kroatien und Slowenien boten sie spektakuläre Feuer- und Reitshows, Showkämpfe sowie lustige Ritterspiele auf dem Turnierplatz. Außerdem konnten beim Herzogsfest Ritter und edle Kämpfer ihr Können beim Turnier der Langbogenschützen im Hexengraben oder mit der Reitergruppe aus Györ am Turnierplatz unter Beweis stellen. Hier hieß es: stehenbleiben und staunen!

Dieses Motto galt auch bei den Handwerkskünsten wie Messerschleifen, Korbflechten, Strohweben, Wippdrechseln und Kerzengießen. Gearbeitet wurde damals, gegessen aber auch! Die Menschen bereiteten ihre Speisen über dem offenen Feuer zu – beim Ingolstädter Herzogsfest war das genauso. Und wie gut das schmeckte, davon konnten sich alle überzeugen. Ein Spanferkel drehte sich am Spieß, gegrillte Würste und Lachs und die Rindfleischpfanne boten eine breite Auswahl für Fleischliebhaber. Bei Vegetariern standen Falafel, Schupfnudeln und Gemüsepfanne hoch im Kurs. Was in den gefüllten Hanffladen steckte, im Eintopf oder der Nomadenküche, davon ließen sich so manche kulinarisch überraschen.

Aber auch die süße Küche kam nicht zu kurz: Mandeln, Feines vom Zuckerbäcker, Rahmbrot oder Gebäck rundeten ein mittelalterliches Essen ab. Dazu gab es traditionelles Bier, Metbier, Metwein, Apfelwein oder hausgemachte Liköre und selbstgemachte Säfte. All die Leckereien genossen die Gäste in einem der drei historischen Biergärten.

Doch dem nicht genug: Wer sich in einem der historischen Biergärten seinen Platz auf einer der Holzbänke gesichert hatte, konnte zugleich das Programm auf den großen Bühnen im Schlosshof, an der Schlossmauer und auf der Schlosswiese verfolgen. Die Palette reichte von rockiger und besinnlicher Mittelaltermusik, kreativem Sound mit eingängigen Melodien und mitreißenden Rhythmen. Auch Balkanfolklore, Balladen, Dudelsack oder instrumentale Arrangements waren zu hören.  Und kaum hatten die Bauchtänzerinnen die Bühne betreten, waren die Besucher gedanklich im Orient. In einem Farbenrausch bewegten sie sich zu Orientalischer- und Ethno-Tanzkunst – ein wahrer Augenschmaus.

Ein Highlight für die Optik waren auch die zahlreichen Markstände mit ihrem Angebot. Angefangen von Gewandungen für Damen und Herren sowie Schmuck, wie ihn die Herrschaft und das Volk zu jener Zeit getragen haben. Auch Kettenhemden und Helme waren zu sehen, bestens geeignet, um aus jedem Mann den perfekten Ritter zu machen.

Wer sich von dem mittelalterlichen Treiben ein wenig zurückziehen wollte, suchte die kleine Bühne im Zeughaus auf. Dort wurden Balladen und Lieder aus vergangenen Zeiten gespielt, zum Teil auf selbstgebauten, historischen Instrumenten. Theater und Märchen für Erwachsene rundete das Programm ab.

In die Welt der Kinder luden der Märchengarten und das Familienzelt ein, in dem Geschichten erzählt und Erlebnistheater gespielt wurden. Mit der Schminkfee, dem Zauberer, Mittelalterspielen, einem handbetriebenen Riesenrad und Kinderkarussell und zahlreichen Kinderspielen wie Axtwerfen, Eierknacker oder Drachenjagd war auch für die jüngsten Besucher viel geboten.

Einer der Höhepunkte war der Festumzug am Freitag, 06.07. Abmarsch war gegen 17 Uhr am Theatervorplatz in Richtung Rathausplatz mit Ziel Schlosshof, wo das Herzogsfest um 18 Uhr offiziell eröffnet wurde. Den Umzug säumten zahlreiche Zuschauer und sie winkten dem berittenen Herzogspaar auf ihren prächtigen Rössern, seinem Gefolge, der Ingolstädter Stadtwache, den Rittern und dem einfachen Volke zu. Immer wieder hallten „Jubel Jubel“-Rufe durch die Straßen der Stadt, welche die Zugteilnehmer bis in den Schlossinnenhof begleiteten.

Einen zweiten Umzug gab es am Sonntag nach dem Festgottesdienst im Liebfrauenmünster. Auch dieser stand ganz im Zeichen des Herzogsfestes. So zogen die Teilnehmer des Herzogsfestes zu Beginn des Gottesdienstes mit Fahnen und in historischen Gewändern durch das Westportal ein. Das Vokalensemble Simon Mayr Chor begleitete den Gottesdienst wunderschön und unterstrich mit den ausgewählten Stücken von Orlando di Lasso die Epoche.

Wir freuten uns über alle Bürgerinnen und Bürger, Gäste und Besucher, die an beiden Tagen die Festzüge ansahen, die Straßen säumten und das Herzogsfest besuchten. 

Das Ingolstädter Herzogsfest findet alle vier Jahre statt und wir freuen uns schon auf das nächste Mal am 8. und 9. Juli 2022.

Programm 2018

Das Herzogtum Bayern-Ingolstadt hatte seine Blütezeit zwischen der bayerischen Landesteilung von 1392 und ...

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Geschichte

Wir richten den Blick auf die kurze aber geschichtsträchtige Epoche der Bayerischen Landesteilung von 1392 bis 1447.

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Künstler

Erneut wird eine Rittergruppe aus unserer polnischen Partnerstadt Opole am Herzogsfest vertreten sein.

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Historische Gruppen

Geschichte wird lebendig durch zahlreiche Lagergruppen, Teilnehmer aus dem In- und Ausland und der Ingolstädter Stadtwache, die alle das Lagerleben dieser Zeit authentisch darstellen.

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Marktteilnehmer

Kulinarisch gibt es allerlei Feines: Fleischspezialitäten inkl. Schaubräterei, Spanferkel, gefüllte Hanffladen, Falafel und Eintopf, Nomadenküche, gegrillte Wurst und Lachs uvm.

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Stadtwache

Mit viel Detailtreue wird die heute existierende Stadtwache ihrem historischen Vorbild nachempfunden, welches erstmals zur historischen Schlacht bei Gammelsdorf 1313 erwähnt wurde.

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